Bei der neuesten Freifunk-Firmware ist defaultmäßig ein URL-Whitelist-Filter angelegt, der nur die IPs durchlässt, die im Berliner Freifunk-Netz nicht registriert wurden (wenn das Gateway-Modul installiert wurde). Eigentlich Schwachsinn, weil wieso sollen alle Router weltweit sich irgendwie ums Berliner Freifunk-Netz scheren? Anyway. Ihr müsste die enthaltene URL entfernen, damit der Zugang auch funktioniert.
Monats-Archiv für Mai 2009
Hallo, für alle die, die FreiFunk/OLSR auch via Notebook nutzen habe ich hier ein erstes Skript, das zwar nicht sehr ausgeklügelt ist, aber für mich funktioniert. Es setzt vorraus, das man unter /etc/olsrd/olsrd.conf bereits alles richtig konfiguriert und auch in /etc/default/olsrd START_OLSRD=”YES” gesetzt hat.
Das Problem, das man ja oft hat ist, das wenn der NetworkManager(NM) die Schnittstellen verwaltet, wir diese nicht mehr von Hand konfigurieren können. Wir müssen also für FreiFunk zwingen den NM abschalten – und wenn wir schon dabei sind können wir auch gleich einige Konfigurationen automatisieren.
das Skript macht folgendes:
- Bei “start” den NetworkManager herunterfahren.
- Die WLAN IP-Schnittstelle richtig konfigurieren.
- OLSRD starten
- Eine Datei /etc/resolv.conf.freifunk nach /etc/resolv.conf kopieren um wieder einen Nameserver zu haben. Vielleicht löst sich das mit dem resolver intelligenter lösen (Vorsicht: so bricht es die Ubuntu-Methode)
Beim Stoppen tut es folgendes:
- OLSRD stoppen
- NM starten
- Die resolv.conf wird dann vom NM automatisch wieder überschrieben.
Mit dem Skript kann ich nun, wenn ich es nach /etc/init.d/FreiFunk kopiere und ausführbar mache einfach FreiFunk für meinen Ubuntu-Notebook an- und abschalten.
Als nächstes sollte ich das mit der WLAN-Schnittstelle mal abstrahieren, da viele von euch vermutlich einen anderen Schnittstellennamen haben. Zumindest sollte das als konfigurierbare Variable gesetzt sein.
#!/bin/sh
### BEGIN INIT INFO
# Provides: FreiFunk
# Short-Description: FreiFunk OLSR network
# Description: Netzwerk für OLSR /FreiFunk konfigurieren.
### END INIT INFOset -e
prefix=/usr
exec_prefix=/usr
sbindir=${exec_prefix}/sbin
localstatedir=/varPATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin
DESC=”FreiFunk Connection Manager”
NAME=”FreiFunk”USER=root
. /lib/lsb/init-functions
case “$1″ in
start)
echo “Fahre den Networkmanager herunter”
sudo /etc/init.d/NetworkManager stop
echo “Setze Modus ad-hoc auf eth2″
sudo iwconfig eth2 mode Ad-hoc
echo “Setze die IP-Adresse auf 10.100.200.107″
sudo ifconfig eth2 10.100.200.107 netmask 255.0.0.0
echo “Setze die ESSID auf gaarden.freifunk.net”
sudo iwconfig eth2 essid gaarden.freifunk.net
echo “Setze eth2 auf Kanal 1″
sudo iwconfig eth2 channel 1
echo “Starte OLDRD”
sudo /etc/init.d/olsrd start
echo “Kopiere resolv.conf”
sudo cp /etc/resolv.conf resolv.conf.back
sudo cp /etc/resolv.conf.freifunk /etc/resolv.conf
echo “Konfiguration abgeschlossen. Gehe auf http://127.0.0.1:1987″
;;stop)
echo “Stoppe OLSR”
sudo /etc/init.d/olsrd stop
echo “Start den Networkmanager wieder”
sudo /etc/init.d/NetworkManager start
echo “Bitte etwas Geduld, bis das Netzwerk sich neu konfiguriert (ohne Freifunk)”
;;
esac
You get the idea? Ich übernehme natürlich keine Garantie dafür, das das Skript keinen Schaden anrichtet. Es fehlen noch einige Sicherheitsabfragen etc.. Daher ist es eher etwas für Leute, die wissen was sie tun, bzw. als Blaupause für Weiterentwicklungen.
Aus Ermangelung großartiger News, einfach mal ein Status-Update: Die OpenWRT-Router stehen noch und funktionieren nachwievor mit OLSR. Leider gibt es doch vielerorts große Vorbehalte gegen Freifunk, auch wenn ich schon oft in Gaarden in Situationen war, wo es sehr praktisch gewesen wäre. Ich denke nachwievor, das man mit ein paar mehr Routern (so 4-5 Stück) und nur wenigen zentralen Orten plus ein paar strategisch plazierten Antennen z.b. Die Strecke zwischen Sub Rosa und Vinetaplatz überbrücken könnte. Also einmal die Elisabethstraße durch. Nun habe ich weder die Finanz- noch die Überzeugungskraft, das durchzusetzen.
Was wahrscheinlich das Beste ist, ist Freifunk immer konkret vor Ort durchzuführen, wenn die Zahl der Beteiligten klein ist. D.h. wirklich schauen wie man es nutzbringend einsetzen und verbessern kann. Also bei jedem zuhause, im Verein oder sonstwo. Und dann auch konkret ausprobieren und testen – auch aus Spaß an der Sache. Wenn etwas nicht funktioniert hat man eben was dazu gelernt. Das heisst es geht nicht darum nur genau das zu implementieren, was man sich vorgenommen hat – der Spaß beim Konfigurieren und der Misserfolg selbst sind dann ja Teil des Lernprozesses. Am Ende macht man vielleicht was ganz anderes. Darum sollte es uns auch gar nicht darum gehen irgendwem der es nicht will etwas aufzuoktroyieren. “Freifunk” bedeutet eben auch ein freies Graswurzelnetzwerk aufzubauen von Gleichgesinnten oder zumindest ähnlich gesonnenen Menschen. Ende Mai/Anfang Juni möchte ich gerne wieder mal Treffen machen. Dann aber wirklich mal Linux/Freifunk/OSM. Ort: noch offen. Werde dies an dieser Stelle und auf der Mailingliste bekanntgeben.
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